Freitag, 1. August 2008

Spessart Bike Marathon




Leider etwas verspätet, dieser Nachbericht zum Spessart Marathon in Frammersbach, der zum absoluten Pflichtprogramm gehört. Zumal Frammersbach, was das Umfeld angeht, wohl einmalig ist. Dieses Dorf ist absolut Bike verrückt, was auch dieses Jahr wieder bei der Bike Trans Germany zu sehen war, die ebenfalls im Spessart halt machte. Doch zurück zum Rennen. Am Tag vor dem Marathon musste Jens, krankheitsbedingt, passen. Jetzt sind Jörg und ich im Rennen auf uns alleine gestellt – wären da nicht DIE BESTEN FANS DER WELT, die uns nach Frammersbach begleiten werden, um uns den Berg nach oben zu brüllen und gute Laune zu verbreiten! Wir reisen also mannschaftlich geschlossen am Vortag nach Frammersbach und beziehen unser Renn- und Fanquartier bei Dani zuhause, die sich auch sonst aufopferungsvoll um unser aller Wohlergehen kümmert. Gut gestärkt aus dem "Landgasthof Kessler" geht es früh, sehr früh ins Bett.

Unsere Fans feiern sich derweil schon einmal für den Renntag ein. Sehr früh klingelt bei uns am Renntag dann auch der Wecker. Wir müssen um 7.00 Uhr im Startblock stehen. Dann geht es los. Dani, Vroni, Chrissi und Mathias geben schon nach der ersten Kurve alles, wie später noch mal am "Grabig", dem härtesten Anstieg gegen Ende des Rennens. Sie sind somit auch maßgeblich an Jörgs Spitzen-Leistung (Platz 29!!!) und meinem immerhin noch halbwegs respektablen 103. Platz beteiligt. Völlig ausgepumpt, etwas blass im Gesicht, aber glücklich und zufrieden geht es ab unter die Dusche.

Dienstag, 29. Juli 2008

Bike Transalp geschafft




Ausführlicher Bericht und Bilder folgen in Kürze.

Radsportfestival Garmisch-Partenkirchen. Oder: Warum die Kletteralm Kletteralm heißt.

Wer die TAC fährt, sollte voher zumindest einmal im Leben ein wirkliches Langstreckenrennen gefahren sein. Also auf nach Garmisch. Jens und ich starten deshalb mit dem festen Ziel, die 120 Kilometer und knapp 3000 Höhenmeter in einer für uns ordentlichen Zeit zu bewältigen. Taner geht auf der Mittelstrecke ins Rennen. Gut für uns, denn so kann er uns vor dem Start noch Unterstützen. Und uns und denn anderen Teilnehmern wenigstens ein bißchen Applaus spenden, denn Zuschauer sind rar in Garmisch. Eigentlich unverständlich, denn die Strecke und das Rennen sind attraktiv. Egal – wir reihen uns in den Startblock ein, und los geht’s. Obwohl wir es eigentlich ruhig angehen wollen, lassen wir uns vom Rennfieber und der Geschwindigkeit der anderen anstecken. Bedenklich schnell absolvieren wir die ersten Kilometer, umrunden den Eibsee und rasen im D-Zug-Tempo zurück nach Garmisch. Der Start-Ziel-Bereich kommt in den Blick, ich traue meinen Augen kaum: dort fällt gerade der Startschuss zur Mitteldistanz, wir donnern genau in das langsam losrollende Feld. Ich schließe sofort zu Taner auf, gemeinsam versuchen wir im Feld weiter nach vorne zu kommen. Denn ich will unbedingt die große Masse hinter mir lassen, bevor der enge und steile Anstieg zur Esterbergalm beginnt. Doch so ganz gelingt es nicht. Schon am Fuß des Berges die ersten Staus. Hier wird’s jetzt richtig steil, teilweise sind es über 30%. Immer mehr steigen vom Rad. Bis zur Esterbergalm kurve ich um sie rum, so gut ich kann. Schnell die Flaschen auffüllen und weiter. Ich fühle mich frisch, das läuft besser als erwartet. Aber bin ich nicht zu schnell? Immerhin kommt da noch so einiges. Also – sicher ist sicher – ein wenig Tempo raus und den Ausblick genießen, denn die Landschaft hier oben ist ein Traum. Der nächste Berg. Eine kurze Abfahrt, dann der Wamberg. Rechts ein Schild: Kletteralm. Besser hätte man den folgenden Anstieg nicht beschreiben können. Zäh und abartig steil windet sich der Weg den Berg rauf. Erst auf Schotter, dann gnädigerweise ein paar Meter auf Teer und dann auf Waldboden. Alle um mich herum schieben. Nur ein Schweizer kämpft genauso sinnlos und verbissen wie ich. Schieben wäre sicher nicht langsamer, aber weder er noch ich wollen vom Rad. Es geht ums Prinzip. Dann die letzten 50 Höhenmeter. Ich kann nicht mehr, will aber auch nicht zuerst absteigen. Also Waffenstillstand, kurz quatschen wir Belangloses, dann endlich steigen wir gemeinsam! – ganz wichtig! – vom Rad. Kurz darauf sind wir oben, rasen berab und sofort wieder bergauf. Der letzte Berg. Nochmal brutal steil, aber immerhin muss ich nicht aus dem Sattel. Schließlich eine Liftstation, dann der finale Downhill über die Skipiste nach Garmisch. Ein letzter Trail, dann auf die Straße, die leider nicht abgesperrt ist. Gefährlich bewegen wir uns inmitten des Wochenendverkehrs durch den Ort, bevor der Abzweig zum Ziel kommt. Nach 5:20 Stunden rolle ich ein, kurz drauf kommen Taner und Jens. Generalprobe gelunge. Jens und ich wissen: die Transalp Challenge kann kommen. Und auch Taner hat sein erstes Ziel souverän erreicht: die Frau im Sebameddress hinter sich zu lassen.


Jörg Schrod Langdistanz 5h 20min Platz 38 AK
Jens Frank Langdistanz 5h 46min Platz 52 AK
Taner Ercan Mitteldistanz 4h 07min Platz 128 AK






Bergfahrer
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