Montag, 23. März 2009

Gore Bikewear TOOL Radjacke - Winterfest.


Januar 2006. Eine warme Jacke für den Winter musste her. Im Bikeshop gab es verschiedene Modelle, den besten Eindruck machte die Tool, eine Softshell-Jacke von Gore. Die Passform ist perfekt, die Ärmel sind lang genug, um nicht über die Handgelenke nach oben zu rutschen. Jetzt ist sie bei mir seit 3 Jahren regelmäßig im Einsatz. Ich nutze sie ständig. Kalt wird mir mit ihr nie. Klar, man muss das, was man drunter anzieht an die jeweiligen Temperaturen anpassen. Bei +5°C reicht mir ein dünnes Skiunterhemd. Bei -10°C kommt zusätzlich noch ein dickerer Fleece dazu. Nur nicht zu viel drunter packen – dann leidet die Atmungsaktivität. Winddicht ist sie sowieso und zu meiner Überraschung auch für knapp 2 Stunden (Nieselregeln, kein Wolkenbruch) wasserdicht. Das sie immer noch fast so gut aussieht wie im Neuzustand zeigt wie robust sie ist. Was zeigt wie zufrieden ich mit der Jacke bin: ich habe mir gerade eben eine zweite gekauft, um die eine nicht fast täglich waschen zu müssen. Das neue Modell wirkt beim Anfassen dünner, hält aber merkwürdigerweise genauso warm. Scheinbar hat das Softshellmaterial eine weitere Entwicklungsstufe genommen. Außerdem hat sie jetzt auch am Rücken eine Reißverschlusstasche – prima für Handy, MP3-Player und Haustürschlüssel.

Fazit: Perfekte Jacke für die Zeit zwischen November und Februar. Und weil der Winter uns nicht in Ruhe lässt, auch ende März eine gute Wahl.

Bergfahrer

Freitag, 6. März 2009

Im Test - Elite Nanogelite/Thermoflasche

Der Winter scheint fast vorbei. Und das ist gut so. Auch weil Jörg festgestellt hat, dass nicht alles hält was es verspricht.

Im Winter draußen zu fahren macht Spaß. Solange das Getränk für unterwegs nicht zu Eis erstarrt jedenfalls. Auf dem MTB ist das kein Problem. Einfach die Trinkblase gut gefüttert in den Rucksack packen und nach dem Zug am Mundventil den Schlauch kurz nach innen ausblasen und fertig. Auf dem Renner sieht das anders aus. Schließlich will man da keinen Rucksack schleppen. Sieht erstens blöd aus und ist wegen der gestreckteren Sitzhaltung zweitens halt auch deutlich unbequemer als auf dem MTB.
Abhilfe sollten hier zwei Flaschen "Nanogelite" von Elite schaffen. Das Versprechen: bis zu 4 Stunden ein warmes Getränk. Die Wirklichkeit: Heiß (erlaubt sind 75°C) eingefüllter Tee ist bei Temperaturen unter dem Gefrierpunkt nach einer Stunde maximal noch lauwarm. Danach kommt kalt. Immerhin ist die Isolierung stark genug, um ein Einfrieren des Getränks über 4 – 5 Stunden zu verhindern. Für mich ein klarer Fehlkauf.
Übrigens: Es kursieren diverse Tipps, die Isolierleistung zu erhöhen: man solle sie in den Kühlschrank legen vor dem Befüllen sagen einige. Andere sagen, man sollte sie vorher mit heißem Wasser füllen. Beides hat bei mir nicht geholfen.
Deshalb habe ich beim Hersteller nachgefragt. Die Antwort: beides sei absolut! unnötig. Das Gelmaterial würde wirklich! und sofort! die Temperatur des eingefüllten Getränkes annehmen und so wie die Isolierverglasung eines Fensters wirken. Und klar, die 4 Stunden seien überhaupt! kein Problem. Wer weiß wo die Italiener ihre Flaschen testen – im Winter jedenfalls nicht.

Fazit: Eine Flasche, die nicht hält was sie verspricht. Würde ich kein zweites Mal kaufen.



Bergfahrer

Freitag, 13. Februar 2009

Dem Himmel so nah.



Zum 5 Todestag von Marco Pantani.

Als vor fünf Jahren der italienische Radprofi Marco Pantani im Alter von nur 34 Jahren tot aufgefunden wurde, starb damit mehr als nur ein Radfahrer. Denn der kleine Pirat aus Cesenatico war nicht nur einer der besten Radfahrer seiner Zeit, sondern auch ein ganz Besonderer. Abstehende Ohren, Piratentuch über dem kahl rasierten Schädel – so stürmte er Berg um Berg und in die Herzen der Fans. Doch im Gedächtnis bleiben nicht nur seine grandiosen Siege, sondern auch die Tragik eines Abstiegs der mit einer Dopingsperre begann und am 14.02.2004 in einem schäbigen Hotelzimmer in Rimini endete. So einsam wie er die Anstiege zum Mont Ventoux und nach L’Alp d’Huez erkletterte, so einsam starb er. Und ist damit nach langer Zeit dem Himmel wieder so nah wie bei seinen unvergessenen Triumphen auf den höchsten Gipfeln von Giro und Tour.



Bergfahrer
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