Mittwoch, 20. Mai 2009

Rundstreckenklassiker in der Pfalz

Am vergangenen Samstag, stand für mich das erste Straßenrennen mit Lizenz auf dem Programm. Ein Klassiker in der Pfalz, genauer gesagt in Kuhardt. Als "ideale Vorbereitung" solle ich das sehen – hatte mir mein Coach gesagt. Und mir den Tipp gegeben "immer schön weit vorne zu fahren". Da gibt es nämlich weniger Unfälle und man muss nicht soviel arbeiten. Doch Grau ist alle Theorie, wenn man erstmals bei einem Lizenzrennen am Start steht und der Startschuss über 6 Runden a 10 Kilomter fällt. Man findet sich plötzlich mittendrin im Getümmel und möchte am liebsten erstmal gucken, was die anderen so machen. Die lassen einem allerdings herzlich wenig Zeit. Denn ehe man sich versieht, schiebt sich das Peloton mit guten 45 km/h durch die Straßen und man ist erstmal froh irgendwo im Feld noch dabei zusein. So ging es auch die ersten 3-4 Kilometer. Bis plötzlich direkt vor mir das typische Gemetzel losging, was man aus dem Fernsehen von den Profirennen kennt. Irgendwie kommt einer zu Fall, und schon liegt das halbe Feld auf der Straße. Allerdings, und das bestätigten mir einige später, war das Ausmaß dieses Crashs schon enorm. Schätzungsweiße 20 Fahrer mussten unmittelbar das Rennen beenden (aufgekratzte Gesichter, kaputte Arme, vom Material ganz zu schweigen). Einer hatte sogar ein Ritzelpaket im Bein stecken. Nun ja. Bemüht den Schock schnell zu verdrängen, setzte ich mich gleich wieder in den Sattel um den Anschluss nach ganz vorne nicht zu verlieren. Doch das sollte mir nicht gelingen. Zu Fünft versuchten wir den Anschluss nach vorne wieder herzustellen, aber nach und nach gaben die Fahrer auf. Letztenendes bin ich dann noch 4 Runden alleine gefahren, was aber angesichts des Streckenprofils, Flach und viel Gegenwind, für jemand allein absolut aussichtslos ist. So geschah dann auch das unweigerliche: der Mob holte mich in der letzten Runde ein. Der einzige Trost war, unfallfrei geblieben zu sein. Und um eine gute Erfahrung reicher.

Samstag, 2. Mai 2009

Saisonstart beim City Loop.


Der Henninger ist tot. Es lebe der City Loop. Was man sich auch immer bei der Namesfindung gedacht hat, das Zeug zum Klassiker hat der Name „Eschborn-Frankfurt City Loop“ leider nicht. Die 103 km Strecke hingegen, musste der von letztem Jahr in nichts nachstehen. Ganz im Gegenteil. Der Feldberg und einige andere mehr oder weniger kleine Hügel standen auf dem Programm. Unter anderem noch der Ruppertshainer und der Schulberg in Eppstein mit seinen 19%. Doch am Start (ich startete aus Block D), der gegen 09 Uhr erfolgte, ging die ersten 5 Minuten mal nichts. Wegen schmaler Straßen und vieler Radler gab’s Stau. Damit waren eigentlich auch schon alle eventuellen Möglichkeiten auf einen schnellen Zug aus dem A oder B Block dahin. Insofern war ich mit der Endzeit von 03:11:26 halbwegs zufrieden. Auch wenn ich mir eigentlich schon ein bißchen mehr versprochen hätte. Immerhin: Lothar Leder kam auch nur eine knappe Minute früher ins Ziel.

Die F.A.Z. hat im übrigen einen recht lesenswerten Artikel aus der Sicht eines "Jedermannes" hierzu verfasst: http://tinyurl.com/cju3nw

Donnerstag, 9. April 2009

Es werde Licht.

Die Lupine Betty 14



23 Watt High-Power Led, 7-Fach Linsenarray, 1500 Lumen, in Stufen oder stufenlos dimmbar, 155 g – soweit die wichtigsten offiziellen Daten zum Lampenkopf. Der Preis: Exorbitant. Für eine Lampe. Jeder der nicht weiß, wie faszinierend Nightrides in dunklem Wald sein können, hält mich seit der Anschaffung der Lupine für vollkommen bescheuert. Immerhin bekommt man für den Preis der Lampe bei so manchen Versender auch ein gut ausgestattetes Hardtail.
Für mich war der Kauf nur konsequent. Schließlich fahre ich das ganz Jahr und dass deutlich lieber draußen als drinnen. Die beiden Sigma-Lampen (Mirage Evo & Evo X-Kit), die ich bisher nutzte, ermöglichten aber mangels Akkuleistung nur begrenzte Ausfahrten. Außerdem war die Lichtausbeute für schnelle Abfahrten und knifflige Trails einfach zu gering. Eine hellere Lampe musste also her. Sie sollte leicht genug sein, um auf dem Helm nicht zu stören und die Akkukapazität sollte mir auch wirklich lange Ausfahrten ermöglichen. Viel Auswahl gibt es da nicht. Eigentlich kamen nur die Lampen von Hope, Supernova und Lupine in Betracht. Klar, es gibt auch Selbstbaulösungen, aber erstens bin ich kein Elektroniker und zweitens verbringe ich die Zeit, die andere mit Basteln verbringen lieber auf dem Bike. Meine Entscheidung fiel auf die Lupine – zugegebenermaßen nicht nur wegen der Leistungsdaten, sondern auch wegen der Optik. Bereut habe ich diese Entscheidung bis heute keine einzige Sekunde. Die Lampe ist so hell, dass für mich all das fahrbar ist, was ich auch tagsüber fahre. Ob sie dabei die angegebene Leistung von 1500 Lumen tatsächlich erreicht, was von manchen Bastlern immer wieder gerne angezweifelt wird ist mir dabei herzlich egal. Denn eine Lampe, die heller ist als hell ist mir jedenfalls genug. Der Lichtkegel ist breit genug, um alles rechts und links des Wegs auszuleuchten und auch das was direkt vor dem Vorderreifen liegt, ist erstklassig zu sehen. Gleichzeitig leuchtet sie weit genug, um im wahrsten Sinne des Wortes vorausschauend fahren zu können. Dazu ist sie super verarbeitet, die Kabelverbindungen sitzen fest und der Akku hält ewig – ungedimmt knapp 6 Stunden. Das reicht selbst für lange Ausfahrten. Weitere Pluspunkte: Die Lampe lässt sich dank dem echt genialen Befestigungs-System wirklich leicht am Helm oder am Lenker (nur sinnvoll am Renner) befestigen. Und die Ladezeit des Akkus ist mit knapp 4 Stunden äußerst gering.

Fazit: Luxus, der sich lohnt, wenn man wirklich oft im Dunkeln unterwegs ist. Mittlerweile gibt es aber sowohl von Lupine, als auch von anderen Herstellern gute Alternativen zu deutlich günstigeren Preisen.

Bergfahrer
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